Sommerferienprogramm

"Wie wird aus Getreide Mehl"- Das war die große Frage beim Sommerferi¬enprogramm des Schwäbischen Albvereins Altshausen
Um diese Frage zu beantworten, machten sich 15 Kinder mit Begleitung auf den Weg zur Ragenreuter Mühle, die zum Rimmele Hof gehört. Gastgeberin und Bauernhofpädagogin Brunhilde Rinn ließ die Kinder in der inspirierenden Umgebung der Walzenstühle der Mühle an der Geschichte und den Weg vom Getreide zum Mehl aber auch an der Geschichte der Mühle teilhaben.
Die historische Mühle, die heute noch funktionsfähig ist, hat eine jahrhundertelange Geschichte. 1284 erstmals als Mühle des Deutschordens erwähnt, ist sie die einzige noch existierende Mühle der ehemaligen sechs am Altshauser Mühlbach gelegenen Mühlen. Als zuerst wassergetriebene Rückschüttmühle mit einer bemerkenswerten Tagesleistung von sechs Tonnen und später elektrisch angetrieben, mit zwei Walzenstühlen ausgestattet, war sie bis 1960 als Kundenmühle im Gange. Bis 2015 hat der heutige Besitzer Wolfgang Rinn noch über die Steinreiben das Urgetreide Dinkel, das heute wieder als Lebensmittel sehr populär ist, vom Spelz befreit.
Eben dieses Urkorn lernten die Kinder ebenso kennen, wie Gerste, Weizen und Hafer, um dann zusammen mit Brunhilde Rinn den aufwendigen Weg vom Korn zum Mehl zu erkunden. Von der Urgeschichte der Getreideverarbeitung per Steinscheiben und bis heute noch vor allem in vielen Entwicklungsländern üblichen Mörser bis zur Mühlentechnik mit Mahlsteinen und heutigen Walzenstühlen reichte die Bandbreite der Informationen.
Wie anstrengend dies war, erlebten die Kinder beim händischen Schroten von Getreide mit Mahlsteinen. Wie aus dem Schrot dann Mehl entsteht, zeigte die Siebdemonstration. Dass bei heutigen Mehlsorten bis zu sechzehnmal gemahlen und gesiebt wird, machte den staunenden Kindern deutlich, wie aufwendig Mehlherstellung ist.






