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BAROCKSTRASSE

Geprägt vom oberschwäbischen Barock

Barockengel in der Schlosskirche St. Michael

Altshausen bietet neben einer modernen Infrastruktur den Scharm eines barocken Herrschaftssitzes. In Mitten der schönen Hügellandschaft zwischen Donautal, Bodensee und Allgäu ist Altshausen ein wunderbarer Ausgangspunkt für Erkundungstouren in alle Himmelsrichtungen. Die "Schwäbische Dichterstrasse", die "Schwäbische Barockstrasse" und jede Menge der schönsten Wanderrouten sind von hier aus bequem zu erkunden.

Nun zur Geschichte des Hochbarock: Das Lebensgefühl im Hochbarock war schwelgerisch wie die Architektur. Zwischen 1600 und 1780 trat das Dynamische, Majestätische, Schwellende, (barocco = unregelmäßige, schiefe Perle) in den Vordergrund. Die Räume wurden reizvoll unterteilt, durch Effekte belebt und phantasievoll ausgestaltet. Unendliches rückt näher und Figuren erscheinen pathetisch bewegt. In Oberschwaben begann der Siegeszug nach dem 30jährigen Krieg, denn es galt die verwüsteten Klöster, Kirchen, Kapellen, Bürgerhäuser und Schlösser wieder instandzusetzen und auszuschmücken: Mit Stukkaturen, Fresken, Gemälden, Statuen, Altären, Kanzeln, Beichtstühlen, Chorbänken, Orgeln, Reliquarien, Leuchtern, Möbeln und Öfen. Hierzu kamen Baumeister aus dem Süden, Bildhauer und Maler aus Tirol und Bayern und nicht zu vergessen, die Stukkatoren aus Wessobrunn (Feuchtmayers, Finsterwalder, Gigl, Rauch. Schmuzer, Zimmermann).

Aus dem Schwäbischen selbst, vom Lech bis zu den Vogesen und von der Alb bis in den Arlberg sind mit Meinrad von Au, Bagnato, Bergmüller, Brugger, Dirr, Esperlin, Forchner, Hegenauer, Kuen, Spiegler, Wegscheider, Gebrüder Zürn nur einige aufgezählt. Barock ist auch der Stil der Gegenreformation, ist ihr Propagandamittel. Seit dem Konzil von Trient (1545-63) setzte die Katholische Kirche mit Hilfe der Jesuiten auf die Wiedergewinnung verlorener Glaubensgebiete. Nun wurden nicht nur Orchestermessen mit Pauken und Trompeten zelebriert, Theater in der Kirche gespielt (daher die Passionsspiele in Schwaben und Bayern), sondern auch der in Italien gerade entstandene Barockstil nach Deutschland "importiert".

Der Todesstoß für den oberschwäbischen Barock

Der Todesstoß für den oberschwäbischen Barock kam von Napoleon, der in den Koalitionskriegen Süddeutschland um 1800 eroberte und zum Aufbruch aus der alten Zeit blies. Hatte man hier und dort schon klassizistisch zu bauen versucht (Bad Buchau, Bad Wurzach, Aulendorf)), findet man noch Ende des 18.Jh. stattliche Barockbauten (Otterswang). Mit der Säkularisierung hatte das letzte Stündlein für die geistlichen Territorien und Investoren in Sachen Barock geschlagen. Seit 1966 gibt es die Oberschwäbische Barockstrasse. In ihrem Gebiet gelten das barocke Schloss der Familie des Herzogs von Württemberg und die Schlosskirche, die nach den Plänen des Kaspar Bagnato erbaut wurde, eine der schönsten und sehenswertesten Anlagen des Oberschwäbischen Barock.
(Quelle: Teilweise Bodensee-Magazin)

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Barockstraße

Die 500 km lange Fahrt zwischen Donau und Bodensee führt vorbei an Klöster, Kirchen & Schlösser.

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