Gemeinde Altshausen

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Hochwasserrisikomanagement in der Gemeinde Altshausen

Hochwasserrisikomanagement in der Gemeinde Altshausen
Zwischenstandsbericht zur aktuellen Situation

I.)    Sachstandsbericht:

Die Hochwasserereignisse der letzten Jahre haben eindrücklich gezeigt, wie aktuell dieses Thema auch bei uns in Deutschland/Baden-Württemberg ist. Hochwasser ist ein Naturereignis, das immer wieder in unvorhersehbaren Zeitabständen auftreten und nicht verhindert werden kann.

Im Falle eines Hochwasserereignisses können große Risiken für Menschenleben und Sachwerte entstehen. Diese Risiken können jedoch durch eine entsprechende Hochwasservorsorge erheblich vermindert werden.

Wir möchten der Bürgerschaft von Altshausen an dieser Stelle darstellen, wie sich die Situation in unserer Gemeinde verhält, welche Maßnahmen bislang im Zusammenhang mit der Hochwasservorsorge umgesetzt wurden bzw. auch darüber informieren, in welchen Bereichen nach der Hochwassergefahrenkarte in unserer Gemeinde Überschwemmungs-gefahren existieren.

Bereits vor vielen Jahren hat die Gemeinde Altshausen in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Fassnacht, Bad Wurzach, ein entsprechendes Hochwasserschutzkonzept entwickelt und in vielen Teilen auch schon umgesetzt. Folgende Hochwasser minimierende Maßnahmen wurden in den letzten Jahrzehnten durchgeführt:

  •  Bau des Abwassersammlers Nord mit einhergehender Vergrößerung des Rückstauvolumens bei Starkregenereignissen
  •  Bau des Abwassersammlers Süd mit ebenfalls entsprechender Vergrößerung des Rückstauvolumens
  •  Derzeit im Bau: Abwassersammler Mitte mit Vergrößerung des Rückstauvolumens
  •  Bau des Hochwasserrückhaltebeckens zur Ableitung des Wustgrabens bei entsprechenden Starkregenereignissen (Die Fläche dieses Hochwasserrückhaltebeckens im Außenbereich des Gewerbegebiets „Oberen Senders“ umfasst 6,6 Hektar. Durch das eingebaute Drosselbauwerk wird das Regenwasser bei Starkregenereignissen nur in stark verminderter Menge über den Wustgraben weitergeleitet)
  •  Einbau von elektronischen Pegelstandsmess-Sonden (Im Bereich der unteren Hindenburgstraße wurde eine vollelektronische Wasserstandspegelmessung eingebaut, infolge dessen die Wasserstandsmengen vom Wustgraben und der Verdolung „Mühlbach/Alter Weiher“ fortlaufend gemessen werden. Diese elektronische Pegelstandsmesseinrichtung ist mit einem Warnsystem ausgerüstet, so dass die Bauhofleitung jederzeit bei Bedarf eingreifen kann).
  •  Sanierung/Erneuerung des Weiherablasses (Mönch) zur Regulierung des Wasserstands bei Starkregenereignissen (bei welchen der Weiher auch als Hochwasserrückhaltespeicher dient. Die Wassermenge des „Alten Weihers“ kann über den Ablaufschacht in den Mühlbach geregelt werden).
  •  Kontinuierliche Überwachung und Kontrolle des Kanalsystems sowie der mit Schutzgittern versehenen Einläufe der verdolten innerörtlichen Bachläufe durch das Team des Bauhofs



II.)    Hochwassergefahrenkarten des Landes Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg hat in den Jahren 2009 - 2014 zum ersten Mal Hochwassergefahrenkarten für die wichtigsten Gewässer in Baden-Württemberg erstellt. Sie sind bedeutend für die Hochwasservorsorge, die Gefahrenabwehr und den Katastrophenschutz. Allerdings gibt es an manchen Stellen (insbesondere im Bereich des Wohn- und Gewerbegebiets „Unterer Sender“) aus unserer Sicht noch einen Korrekturbedarf, da das Land nicht alle bereits vorhandenen Abwasser regulierenden Möglichkeiten in seinen Gefahrenkarten aufgenommen/abgebildet hat. In diesem Zusammenhang wurde das Ingenieurbüro Fassnacht damit beauftragt, die entsprechend erforderlichen Korrekturen dem Land Baden-Württemberg anzuzeigen. Aus der Hochwassergefahrenkarte wird ersichtlich, ob und in welchem Ausmaß Grundstücke/Häuser und Wohnungen von Hochwasser betroffen sein können. Zur Hochwassergefahrenkarte sowie weiteren Informationen zum Thema Hochwasser gelangt man über folgenden Link:

www.hochwasser-bw.de

III.)    Private Hochwasserschutzvorsorge

Bürgerinnen und Bürger können selbst dazu beitragen, um sich und ihr Eigentum eigenverantwortlich vor den Folgen eines Hochwassers zu schützen (vor allem durch den Einbau von Rückstauklappen)

Ihre Eigenvorsorge ist wichtig, denn die technischen Hochwasserschutzeinrichtungen wirken immer nur im Rahmen ihrer Bemessungsgrenzen und können somit keinen hundertprozentigen Schutz bieten. Detaillierte Informationen zur Eigenvorsorge finden Sie ebenfalls auf dem Hochwasserportal Baden-Württemberg www.hochwasser-bw.de

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen bei Bedarf gerne zur Verfügung!

Ihr Patrick Bauser
Bürgermeister